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Werken
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Fachbereich Werken

Wir leben in einer Welt, die zu einem grossen Teil von Menschen gestaltet wurde. Diese „gemachte“ und die natürliche Umwelt sind einer ständigen Veränderung ausgesetzt, die von gesellschaftlichen und individuellen Bedürfnissen ausgeht.

Komplexe Produktionsprozesse, enormes Expertenwissen und kaum überschaubare Marktmechanismen erschweren den Einblick in die vielschichtigen Zusammenhänge von Umweltgestaltung und Dingentstehung.

Individuelle Auseinandersetzung und damit Orientierung und Verständnis für die materielle Umwelt sind heute für Schülerinnen und Schüler sehr eingeschränkt.

Werken setzt bei der Gestaltung der Umwelt und den dabei auftauchenden Problemen und Möglichkeiten an.

Es trägt dazu bei, die natürliche und die „gemachte“ Umwelt besser zu verstehen.

Werken strebt ein Gleichgewicht zwischen Technik und Gestaltung an. Bei der Lösung von Problemen wirken immer Bereiche der Funktion, der Gestaltung, des Materials und der Verfahren zusammen. Das eigene Tun ermöglicht Einsichten in komplexe Verfahren, fördert das Verständnis für alltägliche Dinge und unterstützt das persönliche Gestaltungsvermögen der Schülerinnen und Schüler. (Lehrplan KT/SO)

Richtziele

Richtziele umschreiben Fähigkeiten und Haltungen, die im Verlauf der Schulzeit im Werken angestrebt werden.

1. Wahrnehmungsfähigkeit fördern

2. Eigene Ideen finden und möglichst selbständig und situationsgerecht verwirklichen

3. Funktionale Probleme erkennen und lösen

4. Gestaltungselemente kennen und einsetzten

5. Naturelemente erleben, Materialien kennen und damit umgehen

6. Verfahren verstehen und anwenden

7. Arbeitsprozesse und Produkte besprechen und beurteilen

8. Ökologische und ökonomische Aspekte berücksichtigen

9. Kulturgeschichtliche Aspekte berücksichtigen

Werken ist unerlässlich

„Berühren, manipulieren, abmontieren, experimentieren, zusammensetzen sind starke Verben auf dem Weg zu Kreativität und Zähmung der Technik. Dieser Kontakt mit der echten Wirklichkeit (…) ist unerlässlich, um die Technik zu begreifen…“

(Prof. P.-G. Fontolliet, EPUL/ETH Lausanne)

Werken macht Sinn

„Raum für Werken und Gestalten gehört in Zukunft mehr denn je zur Idee einer auf die grossen Herausforderungen der Zeit antwortenden Schule, welche die Kinder und Jugendlichen in deren Suche nach sinnlicher und Sinn machender Lernerfahrung (wieder) erreicht.“

(Anton Strittmatter, Pädag. Arbeitsstelle LCH)